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wenn ich wählen müsste, ob ich lieber "normalen" sex mit einem höhepunkt oder bdsm-sex ohne einen höhepunkt haben wollte, würde ich in jedem fall letzteres wählen. vermutlich würde mich der fehlende höhepunkt nicht mal stören.

Where have all the good men gone
and where are all the gods?
Where's the streetwise Hercules to fight the rising odds?
Isn't there a white knight upon a fiery steed?
Late at night I toss
and I turn
and I dream of what I need.
I need a hero. I'm holding out for a hero 'til the end of the night.
He's gotta be strong
and he's gotta be fast

And he's gotta be fresh from the fight.
I need a hero. I'm holding out for a hero 'til the morning light.
He's gotta be sure
and it's gotta be soon

And he's gotta be larger than life!
larger than life.


Bonnie Tyler | Holding out for a Hero

mein rationales ich kann immer noch nicht fassen, warum ich das will. vielleicht ein urinstinkt, keine ahnung. nur: warum gibt es dann so wenige männer, die das auch wollen?

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ich habe es gerade so nötig... nicht das rein-raus, sondern den rest. das kämpfen. das besiegt werden. das unterworfen werden. das gehorchen müssen, egal, ob ich will oder nicht. das gedemütigt werden. es nicht mehr in der hand zu haben, was passiert. was mit mir passiert. ausgeliefert zu sein.

ich könnte gerade die wände hoch gehen.

heute habe ich, glaube ich, sicher eine dreiviertelstunde mit einem freund über bdsm geredet. das ist wohl das erste mal seit langer zeit, dass ich mit jemandem aus meinem leben darüber reden kann. und es tut gut.

heute habe ich ein interview über 24/7 gelesen und mich anschließend gefragt, ob ich mir das für mich vorstellen könnte. interessanterweise fand ich die vorstellung heute - ganz im gegensatz zu früher - gar nicht mal so abwegig. also so rein grundsätzlich. vielleicht, weil ich schon erlebt habe, dass ich auch in situationen, die für mich nicht mehr zum spiel gehört oder eigentlich schon eine grenze überschritten haben, nachgegeben habe.

das ganze wäre für mich allerdings nur in einer liebesbeziehung möglich und nur mit dem richtigen mann. die chance, so einen zu treffen ist aber vermutlich geringer als die auf einen ein sechser im lotto. insofern sind die chancen, dass ich jemals in versuchung kommen könnte, das auszuprobieren, wohl mehr als verschwindend gering. bis jetzt hat sich jedenfalls noch keiner dafür qualifiziert. ;-)

heute habe ich meine bdsm-erlebnisse der letzten jahre revue passieren lassen... einige waren gut, andere hätte ich mir echt sparen können. leider waren letzteres mindestens drei an der zahl. für mich persönlich totale flops - und zwar ohne dass ich heute weiß, wie ich so etwas wieder verhindern könnte. das ist nämlich das eigentlich blöde: ich kann vorher nicht einschätzen, wie es sein wird, was das ganze irgendwie mühsam macht.

was etwas für mich zu einem flop macht, ist relativ schnell erklärt: wenn jemand nicht weiß, wie er mich dazu bringt, dinge zu tun. und damit meine ich noch nicht einmal dinge, die ich echt nicht will, sondern harmlose dinge, bei denen ich mich einfach nur ziere. mich ausziehen zum beispiel. den mund aufmachen. ich meine, gerade letzteres ist doch bitte echt nicht so schwer, oder? im notfall wirkt nase zuhalten immer... wenn es jemand nicht schafft, mir zb einen knebel, eine augenbinde oder was auch immer anzulegen, verdrehe ich innerlich die augen. wenn ich jemanden dadurch hindern kann, etwas zu tun, nur weil ich fünf sekunden lang nicht kooperativ bin, dann würde ich das ganze am liebsten sofort abbrechen. blöd von mir, dass ichs aus rücksicht auf den anderen nicht tue, eh.

und was ich auch schlimm finde, ist, wenn jemand mich fragt, ob etwas zu fest ist. oder wie ich es denn gerne hätte. wtf? wenn es zu fest ist, wirst du es merken. garantiert. ich bin die erste, die es dich wissen lässt, da kannst du dir sicher sein. wenn ich mich auf den boden werfe statt auf allen vieren stehen zu bleiben und zu warten bis der nächste schlag kommt, dann mag ich nicht mehr. deine sache, wie du in der folge damit umgehst.

es gab in der vergangenheit erlebnisse, die ich trotz allem, was gut und teuer ist - fesseln, augenbinde, knebel - schlicht und ergreifend nicht als bdsm einstufe. wo ich mich ärgere, dass ich in dieser zeit nicht mit jemandem, den ich liebe, "normalen" sex gehabt oder sonstwas sinnvolles gemacht habe. und andere erlebnisse, wo ich mir sehr kontrolliert vorgekommen bin, obwohl null utensilien im einsatz waren. weil es nicht davon abhängt, welche sachen jemand mit mir macht, welche gegenstände er verwendet oder was er anhat, überhaupt nicht. das einzige, was zählt, ist die persönlichkeit und ob er seinen willen durchsetzen will und kann.

und ja: es ärgert mich, dass ich das vorher nicht abschätzen kann. nämlich so gar nicht.

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dass ich einmal das wort "3-loch-stute" als kosenamen empfinden würde, hätte ich mir auch nicht träumen lassen.

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Show me how to be whole again
Fly me up on a silver wing
Past the black where the sirens sing


Castle of Glass | Linkin Park

heute ist ein tag, an dem ich wahnsinnig frustriert bin.

ich sollte keine bücher und blogs mehr über bdsm-beziehungen lesen. ich sollte das thema überhaupt ad acta legen. sich damit zu beschäftigen bringt nichts. es lassen ist besser für mein seelenheil.